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Knoblauch in der traditionellen Medizin

In alter Zeit und vielfach noch heute beugte man mit Knoblauch gegen eine Vielzahl von Leiden vor oder behandelte sie damit. So kam er auch zu seinem Ruf, ein Allheilmittel zu sein. Überliefert ist die Verwendung bei Husten, Bronchitis, Asthma und Tuberkulose. Gerade bei den Infektionskrankheiten bewÓhrte sich Knoblauch; die alten Chinesen verwendeten ihn sogar gegen Lepra.

Eine auch heute manchmal noch angewandte Methode bei Zahnschmerzen ist, ein Stück Knoblauch in das Zahnloch zu stecken. Zahnfleischschwund behandelte man mit Knoblaucheinreibung.

Man setzt ihn in der Volksheilkunde noch heute gern gegen Magenprobleme und Blähungen ein. Knoblauch ist auch ein altes Wurmmittel. Seine antibiotischen Wirkungen sind wohlbekannt, ebenso seine Fähigkeit, Arterienverkalkung vorzubeugen und Bluthochdruck entgegenzuwirken. Mit Knoblauch fördert man die Durchblutung und sagt ihm auch potenzsteigernde Wirkung nach. Ganz allgemein nutzt die Volksheilkunde die Knolle auch zur Reinigung des Blutes, gegen Hauterkrankungen und zur Stärkung der Widerstandskraft. Nicht umsonst rieben sich die Bergsteiger früher die Hände mit Knoblauch ein, um sie so gegen Erfrierungen abzuhärten.
Ein altes Einsatzgebiet ist auch die Wundbehandlung. Man machte Knoblauchumschläge auf Bisse und Wunden. Noch im 1. Weltkrieg behandelten Soldaten ihre Verletzungen mit dem stark antibiotischen Fruchtfleisch der Knolle.

 

"Knoblauch ist der Bauern Theriak*, ist aber ein gewisses Wort.
Denn er ist ein Speis und Artzeney. Ein böses hat er, daß er stinket.
Machet harnen. Macht eine klare Stimm. Und nämlich, so benimmt der den alten Husten, gekocht oder roh.
Macht Neigung zum Schlaf und Lust zu ehelichem Werke."

(Otho Brunnfelß)

* als Theriak wird ein Allheilmittel bezeichnet

 

Die Legende vom Vier-Diebe-Essig

Aus dem Mittelalter ist die Legende des Vier-Diebe-Essigs überliefert. Zu Pestzeiten plünderte ein Diebesbande die Häuser der Pestopfer und schien völlig immun gegen die Krankheit zu sein. Als die Bande schließlich gefaßt wurde und vor Geriucht stand, versprach man ihnen ein milderes Urteil, wenn sie ihr Geheimnis preisgäben. Das Rätsel des Pestschutzes bestand darin, daß sie auf ihren Raubzügen Tücher vor Mund und Nase banden, die mit einem bestimten Kräuteressig getränkt waren,.Hauptbestandteil dieses eindeutig antibiotischen Essigs waren Knoblauch, und einige andere Kräuter, deren Wirkung gegen krankheitserregende Mikroorganismen mittlerweile bestätigt ist oder erforscht wird.

 

 

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