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Über die Wirkstoffe
oder: Warum ist Knoblauch eigentlich so gesund?

Die Volksmedizin hat es schon immer gewußt: Knoblauch hilft gegen fast alles. Warum, hat sie nicht gewußt - es half trotzdem gut.
Heute will man es genau wissen. Da die massenhafte Verordnungen von Antibiotika und ihr Einsatz in der Tierzucht gefährliche resistente Bakterienstämme geschaffen haben, ist nun auch die Pharmaindustrie an der Erforschung der Wunderknolle interessiert. Nach der Entdeckung des Allicins, 1944, erforschte man erfolgreich diesen Hauptwirkstoff des Knoblauchs. Er entsteht aus den Knoblauchinhaltstoffen Alliin und Alliinase, wenn der Knoblauch zerdrückt wird und mit der Luft in Berührung kommt. Allicin, so stellten die Entdecker fest, tötet selbst in einer Verdünung von 1 : 85 000 bis 1 : 125 000 Bakterien ab. Neben den Allicin-Vorstufen enthält der Knoblauch noch viele weitere Schwefelverbindungen. Knoblauch enthält außerdem die Vitamine A, B, C und Saponine.

Neuere Forschungen, wie etwa der Universität von Tokio, ergaben, daß Knoblauch mindesten gegen 14 verschiedene Bakterien, Viren und Pilze wirkt. 1997 gab das Weizmann Institut (Israel) seine Untersuchungsergebnisse bekannt. Hierbei spieltewieder das Allicin die zentrale Rolle: es ist in der Lage, Enzymgruppen zu blockieren, die bei sehr vielen Krankheitserregern vorkommen. Im Rahmen der Studien lieferten die Wissenschaftler den Beweis, daß man mit Knoblauch vielerlei Infektionen bekämpfen kann. Am Beispiel der infektiösen Ruhramöben fanden sie heraus, wie diese natürliche Antibiotikum wirkt.

     
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